Spirituelle Praxis – Pilgerreise Theologische Hochschule Münster

Spirituelle Praxis – Pilgerreise Theologische Hochschule Münster

Spannend, neu …Anfang November 2019 wurde ich als Referent im Rahmen einer  Weiterbildung „Spiritualität – Theologie und Praxis“ von  dem Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster eingeladen.

Teilnehmer waren Mitarbeitende in kirchlichen, caritativen und sozialen Organisationen, u.a. Priester, Theologen und Ordensleute.

Los ging es  mit einer Abendveranstaltung in das Thema Pilgern, das sich als Megatrend seit vielen Jahren bei hunderttausenden Menschen in ganz Europa neu formt. Weshalb gehen so viele Menschen, in der Regel zwischen 40 und 60 Jahren, auf den Jakobsweg und welche Wünsche haben dieser modernen Pilger? Eine mögliche Antwort konnte ich durch meine „Erfolgsgeschichte“ geben, die Du in meinen Blog nachlesen kannst.

Weiter ging es am nächsten Tag mit einer Praxiseinheit. Am Start besprachen wir, wie meist bei einer von mir geführten Pilgertour, wie wir als Gruppe gemeinsam den Weg gehen. An welchen Punkten kommen wir wieder zusammen, wie gehen wir mit den unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten um?

Wie schaffen wir es, dass der langsamste sich nicht unter Druck gesetzt fühlt? Wie gehen wir mit eigenen Bedürfnissen, wie körperliche Beschwerden, frieren oder schwitzen, das Bedürfnis alleine oder in der Gemeinschaft zu gehen, um?

Gegenüber der traditionellen Wallfahrt, die Gebetsformen beinhaltet, biete ich kurze Selbsterfahrungseinheiten an. Hierbei wird die eigene Wahrnehmung sensibilisiert oder ein Unterschied erstellt, um besser zu verstehen.

Neben Meditationen, Teamgeisteinheiten, wählte ich eine herausfordernde Einheit von Virginia Satir. Sie hat ein hübsches Bild für die verschiedenen Verfassungen des Selbstwertgefühls. Auf der Farm ihrer Eltern gab es einen großen, eisernen Pott, der  u.a.  für das Kochen großer Mengen von Eintopf gebraucht wurde. Es konnte also viel und wenig und sehr Unterschiedliches darin sein, genau wie beim Gefühl für den eigenen Wert. Ein wohlgefüllter Topf erleichtert vieles. Auch eine Pilgerreise. Daraus entwickelte ich eine Zweierarbeit mit der Aufgabe, durch gegenseitiger Entdeckung  positiver Ressourcen den eigenen Selbstwerttopf zu füllen.

Die kleine Tour von 8 Kilometer Wegstrecke und 3 Stunden Zeit endete in Telgte bei Münster.

Danke an die Teilnehmer die sich mit großer Offenheit und Neugierde auf das Abenteuer „Gehendes Gebet“ eingelassen.

Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität
Philosophisch-Theologische Hochschule Münster

Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität Philosophisch-Theologische Hochschule Münster

Spirituelle Praxis- Pilgern mit Stefan Höne _IUNCTUS (1)

Hier  einige Aussagen von den 15 Pilgern aus der Abschlussreflektion: 

 

Was nehme ich mit für meinen Alltag, für mein Gefühl und für meinen Wissensschatz aus diesen zwei Tagen?

 

„Beglückendes Gefühl ein Ziel erreicht zu haben“

„Wirkung der Erfolgsgeschichte“

„ Stille und Ruhe, mit sich im Einklang“

„Pilgern: Menschen mit Gott in Verbindung bringen“

„Ich habe eine Frage bekommen: Wohin willst Du gehen J?“

„Für mich ganz Praktisch: Die 10 Gebote des Pilgerns“

„Pilgern heißt…vieles Improvisieren, wie im Leben“

Teilnehmer der Weiterbildung„Spiritualität – Theologie und Praxis“ von dem Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster

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